Hanne, don’t rest in peace!

Bin gestern bei der Trauerfeier für Hanne Kleine, Ex-DDR-Nationalmannschaftsboxer und Kult-Wirt der Kiez-Kneipe »Zur Ritze«, gewesen. Unter den illustren Gästen neben Olivia Jones auch Udo Lindenberg, Jan Fedder und Heinz Hönig. Wie vermutlich die meisten Anwesenden kannte ich Hanne persönlich kaum, aber in folgender schöner Anekdote aus der langen Trauerrede spitzt sich wohl am besten zu, was für’n Schlitzohr »dieser Hanne« war:

Hanne kannte Gott und die Welt. Nur – leider selten namentlich! Wenn mal wieder ein ‚guter alter Bekannter‘ die Ritze betrat, pflegte Hanne daher stets leutselig mit den Worten »Mensch, mein Junge, wir haben gerade von Dir gesprochen« zu grüßen, um sich dann gleich flüsternd an einen Freund zu wenden: »Sach ma, wer war das noch mal?«
Das schlechte Namensgedächtnis – gepaart mit Großherzigkeit – rächte sich irgendwann legendär kostspielig, als Hanne eines Tages seinen Mercedes an einen jener zahlreichen ‚guten alten Bekannten‘ verlieh: Bis zuletzt soll sich der Ritze-Wirt nicht an den Namen des Mannes erinnert haben, der ihm seinen Benz schuldig blieb!

Nun könnte ich diesem Hanne Kleine jetzt hier natürlich noch »Ruhe in Frieden« wünschen – mach‘ ich aber nicht! Denn nach allem, was ich inzwischen von ihm weiß, wäre ihm das vermutlich viel zu langweilig.

@Hanne: Sollte Dir der Typ an der Himmelspforte irgendwie bekannt vorkommen – versuch’s mit »Petrus«. ;)

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